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RC-Aschaffenburg-Schönbusch: Erfolge in der Palliativmedizin dank großzügiger Unterstützung

Bereits Ende November erhielt der Chefarzt der Klinik für Palliativmedizin, Alfred Paul, ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk. Vor Beginn der Adventszeit verkündete die Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU), zugleich Vorsitzende des Krankenhausplanungsausschusses und aus Wei­bers­brunn stammend, dass der Antrag der palliativmedizinischen Tagesklinik auf zwei weitere Betten genehmigt wurde. Die Erweiterungspläne für die Palliativklinik werden nun aktiv vorangetrieben.
Diese erfreuliche Entwicklung wurde maßgeblich vom Rotary Club Aschaffenburg-Schönbusch mitinitiiert, durch großzügige Spenden unterstützt und wird auch weiterhin begleitet.

Die Tagesklinik für Palliativmedizin startete 2012 als Modellprojekt und erhielt entscheidende Unterstützung vom Aschaffenburger Team, das vom Nutzen für die Patienten überzeugt war. Die teilstationäre Einrichtung wurde geschaffen, um eine Versorgungslücke für Patienten mit unheilbaren Krankheiten zu schließen, die spezialisierte Behandlung benötigen, jedoch nicht rund um die Uhr im Krankenhaus sein müssen. Die positive Resonanz führte zu einer Integration in die Regelversorgung im Mai 2022, und nun erfolgte die Zusage für zwei zusätzliche Behandlungsplätze.

Die Entwicklung der Patientenzahlen spricht für das erfolgreiche Konzept, das 2022 207 Patienten versorgte, mit insgesamt 933 durchgeführten Behandlungen. Anfängliche Bedenken bezüglich einer Konkurrenzsituation zu niedergelassenen Ärzten wurden laut Paul erfolgreich ausgeräumt.

Das Pilotprojekt stand zeitweise vor Unsicherheiten hinsichtlich der Fortsetzung, da keine Universität für die geforderte Evaluierung gefunden wurde. Letztendlich konnte das Palliativzentrum der Universitätsklinik Köln für diese Aufgabe gewonnen werden. Die Tagesklinik wurde im Mai 2022 in die Regelversorgung aufgenommen, und nun folgt die erfreuliche Zusage für zwei zusätzliche Behandlungsplätze.

Die bauliche Erweiterung der Palliativklinik steht nun bevor, wobei die Tagesklinik und die Palliativstation mit derzeit acht Plätzen integriert sind. Zusätzlich zu den bereits genehmigten zwei stationären Plätzen für die Palliativstation sollen auch die Tagesklinik-Betten von zwei auf vier erweitert werden. Dies ermöglicht eine Gesamterweiterung um sechs Plätze. Die genaue bauliche Lösung, sei es ein Anbau im Bereich des Parkplatzes oder eine Aufstockung des Gebäudes, wird 2024 festgelegt. Ein Fachbüro ist eingebunden, um die Förderfähigkeit zu klären. Die Planung und Beantragung der Fördermittel ist für 2024 vorgesehen, in der Hoffnung, 2025 mit dem Bau beginnen zu können.

Die "bahnbrechende Idee" der Tagesklinik für Palliativmedizin aus Aschaffenburg findet mittlerweile auch im Bundesgebiet Nachahmer, mit neuen Einrichtungen in Stralsund, Essen, Köln und Wiesbaden. Innerhalb der palliativmedizinischen Fachgesellschaft entstand ein Fachreferat für die teilstationäre Versorgung, um Blaupausen für die Etablierung dieses Bindeglieds zwischen ambulanter und stationärer Versorgung zu liefern. Chefarzt Paul resümiert mit Zufriedenheit, dass die Ernte nun beginnt und viel positive Bewegung in der palliativmedizinischen Landschaft zu verzeichnen ist.

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