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Sprung ins kalte Wasser

„Es war ein Sprung ins kalte Wasser“, begann Stefan Kuchenmeister die Beiratssitzung auf Kloster Banz. Er war durch krankheitsbedingten Ausfall vorzeitig Governor geworden. Sein „Hals-über-Kopf-Start“ sollte durch den Beirat getragen werden. Was zu tun ist, wurde klar formuliert: Heidrun Swoboda, Assistant Governor im Eichsfeld, wünschte sich gemeinsame Antworten auf die Generationenfrage. „Wir dürfen mit den Alten nicht stehen bleiben“, sagte sie. Assistant Governor Dirk Engels betonte, dass unbedingt am „Brückenschluss“ zum vergangenen Jahr gearbeitet werden müsse, in dem es leider weniger Austausch gegeben habe und Doris Beier-Storch möchte, trotz notweniger finanzieller Zügel „keine Schatzmeisterin als Spaßbremse“ sein. Carola Schwank, der als Foundation Chair für Ihren Erfolg bezüglich der Ukrainehilfe und ihr Organisationstalent vom Governor gedankt wurde, bemängelte das Schweigen aus den Clubs bei Nachfragen. Die Assistent Governor erlebe sie in solchen Situationen wohltuend als Mittler. Insbesondere sei aber durch die Hilfe der Assistant‘s das Spendenaufkommen für die Foundation erheblich gesteigert worden. Als Ergebnis der Gruppenarbeit stand dann auch eine „intensivere Abholung der neuen Präsidenten“, zum Beispiel mit mehr Kommunikation im Vorfeld und eine Checkliste ihrer Aufgaben und Möglichkeiten. Alle waren sich einig, dass es wieder feste Formate als Kommunikationspunkte braucht. Auch der Beirat habe Führung, Kontinuität, feste Termine und Austausch nötig. Diskutiert wurde über die zukünftige Personalplanung, Mitgliedergewinnung, die Erwartungen der Clubs an den Beirat, Workshops für Dienste und ungenutzte Potentiale.

Mehr Zusammenarbeit 

Udo Feldheim, Governor elect, lobte die Distrikt übergreifende Zusammenarbeit im deutschen Governorrat und empfahl dies auf die „Dienste“ weiter auszuweiten. Er stellte nach vorangegangener Prüfung die Regeln bei zukünftigen Governor-Wahlen richtig: Es sei zwar wünschenswert, dass Bewerber für dieses Amt zuvor einige Jahre im Beirat mitgearbeitet haben, aber Rotary International schreibe dies nicht vor. Zudem griff Udo Feldheim die nötige Vorbereitung der Präsidenten auf ihr Amt auf und möchte zur Halbjahres Konferenz sein Programm für das Folgejahr präsentieren.

Die Runde der Beiräte wurde von Stephanie Theobald über Unterstützungsmöglichkeiten durch Rotary International informiert. Sie wurde aus dem Europa-Afrika-Büro in Zürich zugeschaltet. Deutlich wurde, dass schon vieles vorgedacht ist. Angeboten werden Konzepte und Beratung zum Beispiel zu den Themen Zusammenarbeit mit Rotaract, Diversität, Gleichstellung und Inklusion.

Vier Bausteine 

Gespannt waren die Beiratsmitglieder auf die programmatischen Ausführungen von Governor Stefan Kuchenmeister, der bereits mit seiner Präsentation mehrere Clubbesuche hinter sich hatte. Er konzentrierte sich auf vier „Bausteine“: Themenbezogene Partnerschaften, Gewinnen der nächsten Generation, Mitmachen bei Projekten und „Sundays for Future“.

Stefan Kuchenmeister: „Wir haben als Rotary viel mehr Potential als wir nutzen. Im Blick auf Partnerschaften möchte ich thematisch denken. Ich will Rotary einmal anders sortieren. Es sollen sich Menschen zusammenfinden, die zum gleichen Thema Kompetenzen haben. Beispiel Nachhaltigkeit und Wasser:  Da ist eine Meeresbiologin, da sind Verbraucher, Umweltschützer und da hat letzte Woche der Behördenleiter eines Wasserwirtschaftsamtes gesagt, dass er mitmachen möchte. So können durch thematische Vernetzung Synergien gehoben werden.“ Im ersten Quartal des Jahres 2024 soll es dann thematische Projektteams geben. Die Distriktkonferenz am 15. Juni in Coburg könnte somit zu einer fachlich geprägten Veranstaltung, also einem Network-Event werden.“ Im zweiten Baustein will der Governor Modelle entwickeln, die Generationen verbinden, im dritten Baustein das Projekt-Leben in den Clubs und darüber hinaus aktivieren und in „Sundays for Future“ steht er während seiner Amtszeit jeden Sonntagabend zum Dialog im Netz bereit. Über den Weg zum Erreichen der Ziele und dem Einsetzen von Arbeitsgruppen wurde auf Kloster Banz leidenschaftlich diskutiert. Auf dem Flipchart eines Workshopteams war zu lesen: „Wir sind hier“ und haben „Lust auf einen Neubeginn“. So ist Rotary. Jedes rotarische Jahr ist ein Neubeginn – personell und im Akzente setzen.

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