RC Uffenheim: Zwei Partnerschulen für Jugendaustausch

Anlässlich einer Informationsveranstaltung zu den Möglichkeiten des Schüleraustauschs über Rotary International im Atrium der Christian-von-Bomhard-Schule wurde den beiden Schulleitern OStD Alfred Lockl, Uffenheim, und OStD Uwe Nickel, Bad Windsheim, die Auszeichnung „Partnerschule für Schüleraustausch“ durch den Rotary Club Uffenheim übergeben. Sie soll dokumentieren, dass beide Schulen Schülerinnen und Schüler aktiv unterstützen, an einem Austausch teilzunehmen, und auch bereit sind, Austauschschüler bei ihren Besuchen in Deutschland im Unterricht zu integrieren.

OStD Lockl forderte die anwesenden Schülerinnen auf, die Chance auf einen Austausch wahrzunehmen. Er selbst erinnere sich an die wenigsten Unterrichtsstunden, aber an viele wunderbare Reisen und bleibende Reiseeindrücke. Eine stattliche Zahl an interessierten Schülerinnen und Schülern hatte sich mit ihren Eltern eingefunden, um sich über die Möglichkeiten des Schüleraustauschs über Rotary zu informieren. Daniela Rupsch, die Jugenddienstbeauftragte des RC Uffenheim stellte das umfangreiche Programm Rotarys vor. Dieses ist das größte Non-Profit-Programm, an dem im Jahr 2019 weltweit über 8000 Jugendliche teilnahmen. Allerdings darf nicht erwartet werden, dass man eine Sprachreise oder eine touristische Unternehmung macht. Man kann zwar Wunschländer angeben, wobei vorab nicht sicher ist, ob dieser Wunsch erfüllt werden wird. Teilnehmer an diesem Austauschprogramm sind Botschafter ihres Landes und tauchen tief in die jeweilige Landeskultur ein. Grundsätzlich ist ein Schüleraustausch über Rotary wesentlich günstiger als über kommerzielle Organisationen, da die Gasteltern keinerlei Zuwendungen erhalten und der Austausch ehrenamtlich organisiert ist, es entstehen lediglich die Kosten für Flug und Versicherungen. Die Betreuung vor Ort erfolgt über den örtlichen Rotary Club, der ein genormtes Zertifizierungsprogramm durchlaufen hat. So ist eine gleichbleibend und hohe Sicherheit und Qualität weltweit gewährleistet. Unterschieden wird zwischen einem Langzeitaustausch, ein Schuljahr, und einem Kurzzeitaustausch, vier bis sechs Wochen Dauer. Möglich sind auch Sommer-Camps, die unter einem bestimmten Motto, von sportlichen Aktivitäten bis hin zu sozialen und um- weltorientierten Unternehmungen, stehen.

Zwei Schülerinnen berichteten anschließend über ihren Austausch. Stella Neumayer war im Sommer in Brasilien, erlebte dort Brasilien „pur“. In ihrer Familie, bestehend aus den Eltern und zwei Töchtern war sie als Familienmitglied auf Zeit integriert. Kleine Reisen nach Sao Paulo wurden von der Familie organisiert, Teilnahmen an gesellschaftlichen Events wie Barbecue oder einem brasilianischen Dinner. Wegen der Ferien konnte Stella nur eine Woche am Schulunterricht teilnehmen.  Der abschließende Höhepunkt war eine Rundreise zu den Wasserfällen von Iguazu und nach Rio de Janeiro zusammen mit anderen  rotarischen Austauschschülern.   

In eine vollkommen andere Welt reiste Lea Goller. Pune, nahe Bombay gelegen, eine Stadt mit 3 Millionen Einwohnern in Indien war ihr Austauschziel. Mit beeindruckenden Bildern berichtete sie über ihr Leben in einer vierköpfigen Familie und über das Leben und die Kultur in dieser Stadt. Das Aufeinandertreffen von gefühlt 19. Jahrhundert und modernem Leben, die hinduistischen Tempel, die sie besuchen durfte, waren für sie eine Begegnung mit einer anderen Welt. Das Leben in einer Familie nach indischen Traditionen mit mehreren Hausangestellten werden ihr unvergesslich sein.  Ein von ihr ursprünglich geplanter Jahresaustausch musste wegen Corona abgesagt werden. Aber rückblickend würde sie sofort für ein Jahr an einem Austausch teilnehmen und plant schon ihren nächsten Indienaufenthalt.

Interessierte Jugendliche können Informationen über das Austauschprogramm auf der Website www.rotary-jd.de erhalten. Bewerbungen für das Austauschjahr 2023 können noch bis Weihnachten 2022 eingereicht werden.

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