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Rückblick auf die Halbjahreskonferenz im Kloster Banz: Gemeinsam Gutes tun und Zukunft gestalten

 Am 31. Januar 2026 versammelten sich die Präsidenten und viele Mitglieder des Distrikts 1950 im geschichtsträchtigen Kloster Banz, um Bilanz zu ziehen und die Weichen für die kommenden Jahre zu stellen. Governor Ekkehard Schippers eröffnete die Konferenz mit einem positiven Resümee seiner bisherigen Clubbesuche: Über 18.000 Kilometer und 71 Besuche unterstreichen die lebendige Vielfalt und den intensiven Austausch innerhalb unserer rotarischen Gemeinschaft.

Stabilität und personelle Weichenstellungen
Finanziell steht der Distrikt dank disziplinierter Haushaltsführung auf solidem Fundament. Ein besonderes Highlight war die einstimmige Nominierung von Matthias Gehler zum Governor für das Jahr 2028/29. Der ehemalige Präsident des RC Arnstadt wird seine Erfahrung aus dem Team Kommunikation künftig an die Spitze des Distrikts tragen.

Herausforderungen annehmen: Verjüngung und Rechtssicherheit
Kritische Töne gab es beim Thema Mitgliederstruktur. Mit einem Durchschnittsalter von 61 Jahren braucht Rotary mutige Schritte zur Verjüngung. Das Team Mitgliederentwicklung setzt hier auf praktische Begleitung von Clubs statt auf reine Theorie. Zudem forcierte Incoming-Governor Dirk Engel die Debatte um eine rechtliche Inkorporation des Distrikts (Hamburger Modell), um Haftungsrisiken für Amtsträger künftig auszuschließen.

Soziales Engagement und historische Verantwortung
Das Governor-Jahresprojekt zur Unterstützung von Frauenhäusern stand im Fokus eines bewegenden Vortrags von Brita Richl, die die dringende Notwendigkeit von Schutzräumen verdeutlichte. Tiefgreifend wurde es bei der historischen Aufarbeitung: Prof. Dr. Hermann Schäfer beleuchtete die Rolle Rotarys in der NS-Zeit. Sein Vortrag über Opportunismus und das Versagen der Clubs nach 1933 löste stehende Ovationen und eine intensive Debatte über unsere heutige Verantwortung zur Verteidigung demokratischer Werte aus.

Mit neuen Ideen aus den Open-Space-Diskussionen und gestärktem Netzwerk blicken die Rotarierinnen und Rotarier nun motiviert auf die zweite Hälfte des rotarischen Jahres.

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