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Interview mit Stefan Kuchenmeister, dem neuen Governor des Distriktes 1950

Sie waren eigentlich erst für das rotarische Jahr 2025/26 als Governor vorgesehen. Wie kam es? 

Ulrich Purfürst ist erkrankt und kann sein Amt leider nicht antreten. Er ist ein wundervoller Mensch. Seine Persönlichkeit und sein rotarisches Pflichtbewusstsein sind auch der Grund dafür, dass ich hier spontan in die Bresche springe. Wir haben bis zum Schluss damit gerechnet, dass er sein Amt antreten kann. Ich wünsche ihm von Herzen Genesung. Lieber Uli – wir alle sind für dich da und erwarten dich zurück an Bord!

Wie wollen Sie die geringe Vorbereitungszeit kompensieren?

Ich habe eine kleine Gruppe Menschen, die mir unter die Arme greifen. Da ist zum Beispiel Past-Governor Daniela Singer. Sie hilft bei der Organisation. Es geht nur gemeinsam im Team. Aber: Für mich ist Spontanität ein Teil der Lebenseinstellung. Ich plane mein Leben nicht ins Detail durch, weil ich nach der Krebserkrankung meiner Frau genau weiß, dass sich Dinge aus dem Nichts sofort ändern können. Das war 2004 und unsere vier Kinder waren noch keine fünf Jahre alt. Heute sind sie aus dem Haus, Konstanze geht es prima. Ein Happy End. Und ich freue mich sehr auf die vielen Begegnungen mit den Menschen in unseren Clubs in Franken und Thüringen. Das wird anstrengend, ja, das wird aber mein Leben in jeder Hinsicht enorm bereichern. 

Was ist mit dem bereits initiierten Governor-Projekt „Grünes Band“ (Rotary Magazin 06/2023 und S. 81)?

Ulrich Purfürst hat gemeinsam mit Sabina Gärtner-Nitsche vom Distrikt 1880 ein Umweltprojekt „Grünes Band“ entwickelt. Ich will sehen, wie ich in den Clubs unseres Distrikts für das Grüne-Band-Projekt werben kann. In meinem eigenen Club Höchstadt an der Aisch wird Umwelt seit Jahren groß geschrieben: Zum Erhalt der Moorweiherlandschaft engagieren sich die Höchstadter Rotarier seit 16 Jahren, um den Lebensraum für den Moorfrosch zu erhalten. So kurzfristig das Governoramt jetzt kommt, ist es gar nicht möglich, ein eigenes Projekt vorzustellen. Jedenfalls bin ich ein Anhänger der Every Rotarian Every Year-Spende und ich würde mich sehr freuen, wenn ich alle Mitglieder im Distrikt gewinnen kann, damit unsere gemeinsame Sache zu unterstützen.

Was müssen Sie jetzt organisieren?

100 Termine, Autofahrten. Bessere Zoom-Ausstattung, etwas mehr Technik. Aber das ist okay, ich freue mich jetzt auf den Kontakt mit großartigen Menschen von Altenburg bis Würzburg. Und eine Ausbildungseinheit im September in Rom ist doch auch schon mal was!

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